DTB-Turnierordnung

DTB-Turnierordnung2018-02-13T16:19:26+00:00

TURNIERORDNUNG DES DTB E.V.
A. Allgemeines
§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Turniere, Spielsysteme, Turnierserie
B. Genehmigung
§ 3 Genehmigungserfordernis
§ 4 Zuständigkeit
§ 5 Anmeldung
§ 6 Genehmigungsauflagen
§ 7 Ergebnismeldung
C. Teilnehmerkreis
§ 8 Turnierarten
§ 9 Tennisspieler
§ 10 Altersklassen
§ 11 Teilnahmeberechtigung
§ 11a Bekämpfung des Dopings
§ 11b Verbot von Sportwetten
D. Veranstalter
§ 12 Aufgaben des Veranstalters
E. Turnierorgane
§ 13 Ehrenausschuss
§ 14 Turnierausschuss
§ 15 Turnierleitung
§ 16 Oberschiedsrichter
§ 17 Schiedsrichter
§ 18 Hilfsrichter
§ 19 Spielervertreter
F. Ausschreibung
§ 20 Ausschreibungspflicht
§ 21 Inhalt der Ausschreibung
G. Nennungen
§ 22 Abgabe der Nennung
§ 23 Gleichzeitige Turniere
§ 24 Zurückziehen der Nennung
§ 25 Nenngeld
§ 26 Schiedsrichtergeld
§ 27 Rückzahlung finanzieller Leistungen
H. Auslosung
134 Turnierordnung
I. Einzel
§ 28 Teilnehmer
§ 29 Feststellung der Spielstärke
§ 30 Anwesenheitsliste (Sign-in)
§ 31 Qualifikation
§ 32 Hauptfeld
§ 33 Setzung
§ 34 Rasten
§ 35 Durchführung der Auslosung
§ 36 Ausfall von Teilnehmern
§ 37 Änderung der Setzung von Teilnehmern
II. Doppel
§ 38 Anzuwendende Bestimmungen
I. Durchführung des Turniers
§ 39 Mindestteilnehmerzahl
§ 40 Spielregeln
§ 41 Spielkleidung, Werbung
§ 42 Bälle
§ 43 Spielplan
J. Preise
§ 44 Ehrenpreise
§ 45 Preisgeld
K. Deutsche Meisterschaften
§ 46 Vergabe der Deutschen Meisterschaften und Turnierserien
§ 47 Zusammensetzung des Turnierausschusses
§ 48 Internationale Meisterschaften
§ 49 Nationale Meisterschaften
§ 49a Nationale Meisterschaften Jugend
§ 50 Teilnahmeberechtigung an Nationalen Meisterschaften
§ 51 Ehrenpreise bei Abbruch
L. Schlussbestimmungen
§ 52 Disziplinarordnung
§ 53 Einspruch
§ 54 Beschwerde
§ 55 Änderungen
A. Allgemeines
§ 1 Geltungsbereich
1. Diese Turnierordnung gilt für alle Turniere, die vom Deutschen Tennis Bund (DTB),
den Verbänden, deren Vereinen oder von einem Turniervorstand, der von der nach
Turnierordnung 135
§ 4 für die Genehmigung zuständigen Stelle anerkannt ist, im Bereich des DTB veranstaltet
werden. Diese Turnierordnung ist bei Vereinsmeisterschaften nicht
anwendbar.
2. Ausgenommen sind alle internationalen Turniere, sofern sie nach deren besonderen
Bestimmungen durchzuführen sind.
3. Für die Durchführung von LK-Turnieren gelten die Bestimmungen der LK-Ordnung
sowie deren Durchführungsbestimmungen.
§ 2 Turniere, Spielsysteme, Turnierserie
1. Als Turnier gilt mit Ausnahme von Mannschaftswettkämpfen jede Tennisveranstaltung,
die
a) nach den Tennisregeln der ITF und
b) dieser Turnierordnung ausgetragen sowie
c) für mindestens 16 Teilnehmer je Wettbewerb ausgeschrieben wird.
2. In Ausnahmefällen können außer dem k.o.-System dieser Turnierordnung auch die
Spielsysteme »Round Robin« (Jeder gegen Jeden, Kästchenspiele) und »Doppelk.o.«
oder eine beliebige Kombination dieser Systeme angewendet sowie Nebenrunden
ausgetragen werden.
Für diese Systeme sind die nachfolgenden Bestimmungen sinngemäß anzuwenden.
3. Mehrere Turniere können zu einer Turnierserie mit einer Gesamtwertung zusammengefasst
werden. Der Veranstalter hat dafür entsprechende Bestimmungen festzulegen,
die als Inhalt der Ausschreibung gelten.
B. Genehmigung
§ 3 Genehmigungserfordernis
Turniere, die öffentlich ausgeschrieben werden, bedürfen einer Genehmigung. Darunter
fallen nicht Turniere, an denen nur Mitglieder des veranstaltenden Vereins teilnahmeberechtigt
sind.
§ 4 Zuständigkeit
1. Die Genehmigung des DTB ist erforderlich:
a) durch das Präsidium für Turniere aller Art, die an dem gleichen Ort und zu dem
gleichen Zeitpunkt einer Veranstaltung der Deutschen Meisterschaften nach
Abschnitt K., der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften nach der Wettspielordnung
des DTB oder eines internationalen Wettkampfs des DTB stattfinden sollen.
Zu dieser Entscheidung sind der Veranstalter und der zuständige Mitgliedsverband
zu hören. Die Genehmigungsbefugnis kann dem Verband übertragen werden.
b) durch die Kommission der Verbandssportwarte für
aa) Allgemeine Turniere,
bb) Einladungsturniere mit Teilnehmern aus mehreren Verbänden.
c) durch die Kommission der Verbandsjugendwarte für die Gesamtplanung der
Jugendturniere mit DTB-Ranglistenwertung gemäß § 7 d) der DTB-Jugendordnung.
2. Für alle anderen Turniere treffen die Verbände für ihren Bereich die erforderlichen
Regelungen.
136 Turnierordnung
§ 5 Anmeldung
1. Die Anmeldung der nach § 4 Ziffer 1 zu genehmigenden Turniere ist über den
zuständigen Verband bis spätestens zum 15.11. bei der Geschäftsstelle des DTB
einzureichen.
2. Die Anmeldung muss Ort, Zeit und Dauer der Veranstaltung, Art, Zahl und Benennung
der Wettbewerbe und die sonstigen Bedingungen enthalten.
§ 6 Genehmigungsauflagen
1. Die Genehmigung eines Turniers kann mit Auflagen verbunden werden, insbesondere
für die Vergabe von Wildcards. Für die Genehmigung kann eine Gebühr erhoben
werden.
2. Genehmigte Turniere dürfen ohne Zustimmung der genehmigenden Stelle nicht verschoben
werden.
Die Verschiebung eines Turniers aus Witterungsgründen ist davon nicht betroffen.
3. Die Ausschreibung eines Turniers ist vor ihrer Veröffentlichung der nach § 4 Ziffer 1
oder 2 genehmigenden Stelle einzureichen.
§ 7 Ergebnismeldung
Der Turnierveranstalter ist verpflichtet, innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss des
Turniers sämtliche Ergebn
U 16: das 16. Lebensjahr (16 und jünger)
U 14: das 14. Lebensjahr (14 und jünger)
U 12: das 12. Lebensjahr (12 und jünger)
U 10: das 10. Lebensjahr (10 und jünger)
am 31. Dezember des Vorjahres des Kalenderjahres, in dem die Veranstaltung stattfindet,
noch nicht vollendet hat.
2. Nachwuchs
Nachwuchsspieler (21 und jünger) ist, wer das
21. Lebensjahr am 31. Dezember des Vorjahres des Kalenderjahres, in dem die Veranstaltung
stattfindet, noch nicht vollendet hat.
3. Jungseniorinnen, Jungsenioren
Altersklassen sind:
Damen 30 Herren 30
Damen 35 Herren 35
Die Altersangabe bezeichnet das Lebensjahr, das bis zum 31.12. des Kalenderjahres,
in dem die Veranstaltung stattfindet, vollendet sein muss.
4. Seniorinnen, Senioren
Altersklassen sind:
Damen 40 Herren 40
Damen 45 Herren 45
Damen 50 Herren 50
Damen 55 Herren 55
Damen 60 Herren 60
Damen 65 Herren 65
Damen 66 Herren 70
Damen 75 Herren 75
Damen 80 Herren 80
Herren 85
Die Altersangabe bezeichnet das Lebensjahr, das bis zum 31.12. des Kalenderjahres,
in dem die Veranstaltung stattfindet, vollendet sein muss.
§ 11 Teilnahmeberechtigung
1. Zur Teilnahme an einem Turnier sind alle Spieler berechtigt, welche die Ausschreibungsbedingungen
sowie ihre finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Veranstalter
(Nenngeld, Schiedsrichtergeld) erfüllen.
2. Die Teilnahme an Turnieren im Sinne des § 1 Ziffer 1 mit Ranglistenstatus setzt zwingend
den Besitz einer ID-Nummer voraus. Ausgenommen hiervon ist die Teilnahme
an allen internationalen Turnieren mit ATP-, WTA-, ITF-, und Tennis Europe-Wertung,
jeweils inkl. Qualifikationsturniere, sowie an internationalen Jugend- und
Seniorenturnieren. Die Vergabe der ID-Nummer ist kostenfrei und erfolgt online auf
Antrag des Vereins, des Verbandes bzw. des Turnierausrichters durch den DTB. Für
die Verarbeitung ranglistenrelevanter Ergebnisse/Daten und verbundene weitere
Leistungen kann vom DTB eine Gebühr erhoben werden. Näheres regeln die jeweiligen
Ranglisten-Durchführungsbestimmungen.
3. An einem Turnier mit eingeschränktem Teilnehmerkreis ist nur teilnahmeberechtigt,
wer dem betreffenden Teilnehmerkreis schon vor Beginn des Turniers angehört hat.
Für die Einhaltung der Altersgrenzen gilt § 10.
138 Turnierordnung
4. Nicht spielberechtigt sind Spieler, gegen die eine Wettspielsperre oder ein Wettspielverbot
wegen des Verstoßes gegen die Anti-Dopingbestimmungen oder wegen
Beteiligung an Sportwetten im Bereich Tennis durch den DTB, einen seiner Landesverbände
oder internationale Sportorganisationen besteht.
5. Spielberechtigt bei Damen- und Herrenturnieren sowie Nachwuchsturnieren sind
nur Spieler, die bis zum 31.12. des jeweiligen Kalenderjahres, in dem die Veranstaltung
stattfindet, das 13. Lebensjahr vollendet haben.
§ 11a Bekämpfung des Dopings
Der DTB bekämpft das Doping (vgl. § 32 der Satzung). Einzelheiten regelt die DTBAnti-Dopingordnung.
§ 11b Verbot von Sportwetten
1. Die mittelbare und unmittelbare Beteiligung Betroffener an Sportwetten im Tennis,
die Turniere im Sinne dieser Turnierordnung betreffen, ist verboten.
2. Betroffene im Sinne dieser Vorschrift sind insbesondere teilnehmende Spieler sowie
deren Trainer, sonstige Betreuer und Mitglieder des Turnierstabes.
D. Veranstalter
§ 12 Aufgaben des Veranstalters
Der Veranstalter hat die Voraussetzungen für die Durchführung des Turniers zu schaffen.
Zu den Aufgaben des Veranstalters gehören:
1. die Festlegung von Dauer und Termin des Turniers,
2. die Bestellung der Turnierorgane:
a) des Ehrenausschusses (§ 13), sofern ein solcher für erforderlich gehalten wird,
b) des Turnierausschusses (§ 14), der aus drei bis fünf Mitgliedern bestehen soll
und dem der Turnierleiter und der Oberschiedsrichter angehören müssen,
c) des Turnierleiters oder des Turnierdirektors (§ 15),
d) des Oberschiedsrichters (§ 16) und – sofern erforderlich – dessen Stellvertreters,
3. die Besetzung der sonst erforderlichen Ämter der Turnierleitung (z. B. Kassenwart,
Pressewart),
4. die Einholung der erforderlichen Genehmigung,
5. die Sicherstellung der Finanzierung des Turniers,
6. die Entscheidung über die Ausschreibung von Ehrenpreisen und Geldpreisen,
7. die Bereitstellung der Anlage samt den notwendigen Einrichtungen und Spielplätzen
in der für die ordnungsmäßige Durchführung erforderlichen Zahl und deren Vorbereitung
sowie Pflege und Instandhaltung während des Turniers,
8. die Anwerbung und – sofern erforderlich – Ausbildung der erforderlichen Zahl von
Schiedsrichtern, Hilfsrichtern und Ballkindern,
9. die Entscheidung über Absage oder Verschiebung des Turniers.
E. Turnierorgane
§ 13 Ehrenausschuss
Der Ehrenausschuss hat ausschließlich repräsentative Aufgaben, z. B. Siegerehrungen,
Aushändigung von Ehrenpreisen.
Turnierordnung 139
§ 14 Turnierausschuss
1. Der Turnierausschuss hat für die organisatorische und finanzielle Vorbereitung und
Abwicklung des Turniers zu sorgen. Die nachstehend bezeichneten Aufgaben können
auch dem Turnierdirektor oder Mitgliedern der Turnierleitung übertragen werden.
2. Zu den Aufgaben des Turnierausschusses gehört:
a) das Festlegen der Spielbedingungen und die Entscheidung aller die Ausschreibung
betreffenden Fragen,
b) die Ausschreibung des Turniers,
c) die Bereitstellung der erforderlichen Anzahl von Bällen für Wettspiele und Training,
d) das Auflisten der eingehenden Nennungen und der Zurücknahme von Nennungen,
e) die Annahme von Nennungen bzw. deren Zurückweisung bei fehlender Teilnahmeberechtigung
(u. a. bei Nichtvorhandensein einer ID-Nummer) und die
Benachrichtigung nicht angenommener Spieler, die Entscheidung über die Vergabe
der Wildcards unter Berücksichtigung von Auflagen gemäß § 6 Ziffer 1,
f) die Verständigung der Spieler, die eine Nennung abgegeben haben, über die
Absage oder Verschiebung des Turniers,
g) Maßnahmen gegen Spieler wegen deren Verhaltens außerhalb eines Wettspiels
einschl. des Ausschlusses von der weiteren Teilnahme am Turnier aus diesem
Grunde,
h) Entscheidung aller Streitfragen, sofern nicht der Turnierleiter, der Oberschiedsrichter
oder der Schiedsrichter endgültig zu entscheiden hat,
i) die Entscheidung über den Abbruch des Turniers wegen ungünstiger Witterung
oder aus anderen zwingenden Gründen,
j) Meldung von Spielern, die ohne stichhaltige Begründung nicht angetreten sind
oder ein Wettspiel abgebrochen haben,
k) Meldung der Turnierergebnisse an die nach § 4 Ziffer 1 oder 2 genehmigende
Stelle,
l) Feststellung der Spielstärke gemäß § 29 Ziffer 4 und 5.
3. In den Zuständigkeitsbereich des Turnierausschusses fallen auch folgende Aufgaben,
sofern ihre Erfüllung vom Veranstalter für erforderlich gehalten wird:
a) die Bereitstellung der Turnierpreise,
b) die Entscheidung über Gestaltung und Fertigung von Plakaten und Programmheften,
c) die Sicherstellung von Unterkunft und Verpflegung der Teilnehmer und des Turnierpersonals,
d) Vorbereitung und Durchführung von Siegerehrungen.
§ 15 Turnierleitung
1. Die Turnierleitung, der mehrere Personen angehören können (z. B. Kassenwart,
Pressewart), hat für die organisatorische und finanzielle Durchführung des Turniers
zu sorgen.
2. Dem Turnierleiter/Turnierdirektor obliegt die Koordinierung und Überwachung der
Tätigkeit der Mitglieder der Turnierleitung. Die Mitglieder der Turnierleitung sollen
selbst nicht als Spieler am Turnier teilnehmen.
140 Turnierordnung
3. Zu den Aufgaben der Turnierleitung gehört:
a) die Unterrichtung der Teilnehmer über die Spielbedingungen und ihre Versorgung
mit allen organisatorischen Informationen (Anfahrt, Verpflegung, Unterkunft,
Fahrdienst u. ä.),
b) die Bereitstellung von Bällen, Stoppuhren und erforderlichen Formularen sowie
von Büromaterial in ausreichender Zahl und Menge,
c) die Überwachung und Vergabe der Trainingsplätze und -bälle,
d) die Information der Medien und Zuschauer vor dem Turnier und während desselben,
e) die Überwachung der Ordnung auf der Anlage,
f) die Abrechnung mit Teilnehmern (Nenn- und Schiedsrichtergeld, Geldpreise und
Entschädigungen, Steuern, Abgaben, Geldstrafen) und Turnierpersonal.
§ 16 Oberschiedsrichter
1. Der Oberschiedsrichter sowie ein von ihm bestimmter oder vom Veranstalter eingesetzter
Stellvertreter sind für die Abwicklung des Turniers im sportlichen Bereich verantwortlich.
Er ist berechtigt, sämtliche dazu erforderlichen Anordnungen unter
Beachtung der ITF-Tennisregeln und der Bestimmungen der Turnierordnung zu treffen.
Der Oberschiedsrichter oder sein Stellvertreter muss während des Turniers
ständig auf der Anlage anwesend sein. Es sollen Oberschiedsrichter eingesetzt werden,
welche im Besitz mindestens einer B-Oberschiedsrichter-Lizenz sind.
2. Der Oberschiedsrichter und sein Stellvertreter dürfen selbst nicht als Spieler am Turnier
teilnehmen. Sofern der Oberschiedsrichter selbst als Schiedsrichter die Leitung
eines Spiels übernimmt, werden während dieser Zeit die Aufgaben des Oberschiedsrichters
ausschließlich von seinem Stellvertreter wahrgenommen.
3. Außer den in den Tennisregeln der ITF, den nachfolgenden Bestimmungen dieser
Turnierordnung sowie den im Verhaltenskodex des DTB besonders festgelegten Aufgaben
hat der Oberschiedsrichter insbesondere folgende Rechte und Pflichten:
a) Entscheidung über die Zulassung eines Spielers zum Turnier, insbesondere nach
Überprüfung des Besitzes einer ID-Nummer, sofern eine Entscheidung des Turnierausschusses
nicht innerhalb angemessener Frist erreichbar ist,
b) Vornahme aller Auslosungen einschl. der Aufstellung der Setzliste,
c) Festsetzung des Spielplans, Zuteilung der Spielplätze und Ansetzung der einzelnen
Wettspiele,
d) Entscheidung über die Bespielbarkeit eines Spielplatzes (im Freien oder in der
Halle) sowie Anordnung aller zur Herstellung der Bespielbarkeit erforderlichen
Maßnahmen,
e) Aufruf der Spiele und erforderlichenfalls Streichung abwesender oder nicht antretender
Spieler,
f) Überwachung der Tätigkeit von Schieds-, Linien-, Netz- und Fußfehlerrichtern
sowie Einsetzen, Umsetzen oder Abberufen derselben,
g) Unterbrechung von Wettspielen wegen der Lichtverhältnisse, des Zustandes des
Spielplatzes oder der Witterung,
h) Anordnung eines früheren Wechsels der Bälle als nach der Ausschreibung festgelegt,
besonders aus Gründen der Witterung,
i) Auflage und Führung aller für die Eintragung von Spielern erforderlichen Anwesenheits-
und Meldelisten,
j) Eintragung der Wettspielergebnisse in den Auslosungsplänen,
Turnierordnung 141
k) Entscheidungen – auch ohne Antrag eines Spielers oder des Schiedsrichters –
betreffend die Einhaltung der Tennisregeln und sonstigen Bestimmungen sowie
aller Streitigkeiten, die nicht der endgültigen Entscheidung des Schiedsrichters
oder anderer Instanzen unterliegen, sofern sie den sportlichen Bereich betreffen,
l) Entscheidung über den Ausschluss eines Spielers, der sich eines groben Verstoßes
gegen § 41 oder den sportlichen Anstand schuldig gemacht oder durch
Worte oder Handlungen seiner Missbilligung über Entscheidungen wiederholt
oder in verletzender Weise Ausdruck gegeben hat.
4. Der Oberschiedsrichter kann nur seine Aufgaben nach Ziffer 3 c), e), i) und j) auf
Mitarbeiter übertragen.
5. Die dem Oberschiedsrichter nach ITF-Tennisregel 28 i. V. m. Anhang VI Abs. 5 eingeräumten
Rechte gelten nicht.
6. Die Entscheidungen des Oberschiedsrichters sind nach Maßgabe der Ziffer 1 endgültig.
§ 17 Schiedsrichter
1. Jedes Wettspiel soll von einem Schiedsrichter geleitet werden. Sofern dies nicht
möglich ist, wird auf die DTB-Empfehlung für das Spiel ohne Schiedsrichter verwiesen.
Ein Spieler kann verlangen, dass für sein Wettspiel ein Schiedsrichter eingesetzt
wird; hierüber hat der Oberschiedsrichter zu entscheiden. Ab dem Viertelfinale
des Hauptfeldes sollen Spiele nicht ohne Schiedsrichter ausgetragen werden. Für
wichtige Spiele sowie bei den Nationalen Deutschen Meisterschaften und Verbandsmeisterschaften
sollen nur Schiedsrichter eingesetzt werden, die im Besitz der CSchiedsrichter-Lizenz
sind. Die Turniersprache ist deutsch. Ist ein ausländischer
Spieler am Wettspiel beteiligt, so kann zusätzlich in Englisch oder in dessen Landessprache
geschiedst werden.
2. Der Schiedsrichter hat insbesondere folgende Rechte und Pflichten:
a) Nachprüfung des ordnungsmäßigen und regelgerechten Zustandes des Spielplatzes
und dessen Ausstattung sowie der erforderlichen Anzahl von Bällen,
b) Nachprüfung und erforderlichenfalls Berichtigung der Netzhöhe vor Beginn eines
jeden Satzes sowie auf Antrag eines Spielers und nach eigenem Ermessen während
des Wettspiels,
c) Überprüfung der Spielkleidung der Spieler vor dem Spiel und während desselben,
d) Durchführung der Wahl von Aufschlag und Spielfeldseite,
e) Überwachung der Einhaltung der Tennisregeln und sonstigen geltenden Bestimmungen,
f) Entscheidung aller Tat- und Regelfragen,
g) Überwachung der Einschlagzeit und der nach ITF-Tennisregel 29 zulässigen
Spielunterbrechungen,
h) Überwachung des Seiten-, Aufschlag-, Rückschlag- und Ballwechsels,
i) Überwachung des Verhaltens der Spieler und Ahndung von Verfehlungen,
j) Ausrufen der Aufschlagfehler und, sofern keine Linienrichter eingesetzt sind, der
»Aus«-Bälle, des Standes der Punkte, Spiele und Sätze,
k) Führung des Schiedsrichterblattes,
l) Entscheidung über die Spielbarkeit von Bällen,
m) Unterbrechung des Spiels wegen der Lichtverhältnisse, des Zustandes des
Spielplatzes oder der Witterung, vorbehaltlich der endgültigen Entscheidung des
Oberschiedsrichters,
142 Turnierordnung
n) Ablösung oder Umsetzung von Hilfsrichtern.
3. Der Schiedsrichter muss während des Spiels über eine Stoppuhr oder eine Uhr mit
Sekundenanzeige verfügen.
4. Die Entscheidungen des Schiedsrichters in Tatfragen sind endgültig.
5. Gegen seine Entscheidungen in Regelfragen ist Berufung an den Oberschiedsrichter
zulässig. Dieser entscheidet endgültig. Die Berufung ist als unzulässig zu verwerfen,
wenn sie nicht unverzüglich erfolgt.
6. Auf die Gültigkeit des Wettspiels ist es ohne Einfluss, wenn der Schiedsrichter eine
oder einzelne seiner Verpflichtungen versäumt.
7. Nach Beendigung des Wettspiels hat der Schiedsrichter dem Oberschiedsrichter
über eventuelle besondere Vorkommnisse und verhängte Strafen zu berichten.
§ 18 Hilfsrichter
1. Für wichtige Spiele sowie wenn es zur Unterstützung des Schiedsrichters erforderlich
ist, können Hilfsrichter eingesetzt werden, und zwar:
2. Linienrichter, und zwar je einer für jede Linie auf beiden Spielfeldseiten, Netzrichter,
Fußfehlerrichter.
3. Jeder Hilfsrichter ist nur für die ihm zugewiesene Aufgabe (Linie) in Tatfragen
zuständig. Sind Fußfehlerrichter nicht eingesetzt, so geht deren Aufgabe auf die
Linienrichter für Grundlinie, Seitenlinie und Aufschlagmittellinie – jeder für Fußfehler
an seiner Linie – über.
4. Alle Aufgaben, für die Hilfsrichter nicht eingesetzt werden, werden vom Schiedsrichter
wahrgenommen.
5. Unberührt bleibt das Recht des Schiedsrichters nach ITF-Tennisregel 28 i. V. m.
Anhang V Absatz 4, Entscheidungen der Hilfsrichter abzuändern.
6. Die Farbe der Kleidung der Hilfsrichter sowie Farbe und Aufstellung ihrer Stühle
samt Podesten müssen den Forderungen der ITF-Tennisregel Anhang III Ziffer 4
entsprechen.
§ 19 Spielervertreter
1. Die am Turnier teilnehmenden Spieler sollen einen Vertreter bestimmen, der ihre
Interessen vertritt. Falls dies nicht geschieht, wird der Spielervertreter vom Oberschiedsrichter
bestimmt.
2. Der Spielervertreter soll an allen Auslosungen teilnehmen, um ihre Richtigkeit
bestätigen zu können. Er soll auch zu wichtigen Entscheidungen und vor dessen
Veröffentlichung zum täglichen Spielplan gehört werden.
F. Ausschreibung
§ 20 Ausschreibungspflicht
Jedes Turnier muss ausgeschrieben werden. Die Durchführungsbestimmungen eines
Turniers müssen in der Ausschreibung festgelegt werden. Die Bedingungen der Ausschreibung
müssen grundsätzlich eingehalten werden.
§ 21 Inhalt der Ausschreibung
1. Die Ausschreibung eines Turniers muss enthalten:
Turnierordnung 143
a) Name des Veranstalters, des Ausrichters und die Bezeichnung des Turniers,
b) Genehmigung des Turniers,
c) Namen der Mitglieder des Turnierausschusses, des Turnierleiters/Turnierdirektors
und des Oberschiedsrichters,
d) Ort und Dauer des Turniers,
e) den täglichen Spielbeginn,
f) Art der durchzuführenden Wettbewerbe, ihre Benennung und Einteilung in Klassen,
g) Abgrenzung des Teilnehmerkreises und etwaige Beschränkung der Spielfelder
sowie Durchführung von Qualifikationen,
h) Festlegung der Zeit für die Eintragung in die Anwesenheitsliste (Sign-in),
i) anzuwendende Bestimmungen (z. B. Verhaltenskodex),
j) Durchführung im Freien oder in der Halle,
k) Festlegung, ob bei Unbespielbarkeit der Plätze im Freien auf Hallenplätzen oder
nach Einbruch der Dunkelheit bei Flutlicht weitergespielt wird,
l) Zahl der Turnierplätze und Art des Platzbelags,
m) Ballmarke und -farbe, Zahl und Wechsel der Bälle,
n) Zahl der Gewinnsätze und Anwendung des Tie-Break-Systems,
o) Anschrift für Nennungen,
p) Höhe des Nenngeldes und eines etwaigen Schiedsrichtergeldes,
q) Tag und Stunde des Nennungsschlusses,
r) Ort, Tag und Stunde der Auslosung,
s) Voraussetzungen für den Gewinn von Ehrenpreisen, besonders bei Abbruch des
Turniers, und Bedingungen für Wanderpreise,
t) Geldpreise unter Hinweis auf Steuerverpflichtungen,
u) eine Erklärung, wonach sich der Spieler mit seiner Nennung der Satzung und
den Ordnungen des DTB unterwirft;
v) soweit es sich um ein Ranglistenturnier handelt, Hinweis, dass die Teilnahme an
dem ausgeschriebenen Turnier den Besitz einer ID-Nummer zwingend voraussetzt;
im Übrigen gilt § 11 Ziffer 2,
2. Die Ausschreibung kann enthalten:
a) die Bestimmung, dass Nennungen zurückgewiesen werden können,
b) Trainingsmöglichkeiten,
c) Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten,
d) Einsatz von Schiedsrichtern, Hilfsrichtern und Ballkindern,
e) die Genehmigung für das telefonische Eintragen von Teilnehmern der Qualifikation
bzw. des Hauptfeldes bzw. Lucky Losern.
G. Nennungen
§ 22 Abgabe der Nennung
1. Nennungen werden nur entgegengenommen, wenn sie schriftlich, mit Unterschrift
und Datum versehen oder über die dafür vorgesehene Online-Meldeplattform unter
Angabe von
Namen, Vornamen,
Geburtsdatum,
144 Turnierordnung
Anschrift, Telefon,
Verein, Landesverband,
ID-Nummer (für die Turniere nach § 1 Ziffer 1),
Nationalität,
Ranglistenplatz
an den Turnierveranstalter erfolgen.
Die Nennung soll die Wettbewerbe, an denen der Spieler teilnehmen will, und etwaige
sonst in der Ausschreibung verlangte Angaben enthalten.
2. Nennungen, die nach Nennungsschluss eingehen, dürfen keine Berücksichtigung
finden, es sei denn, der Spieler erhält eine Wildcard. Für die Qualifikation sind Ausnahmen
gemäß § 31 Ziffer 3 b) zuzulassen.
3. Nennungen von Spielern, die nicht während des ganzen Turniers zur Verfügung stehen,
sind zurückzuweisen.
4. Mit seiner Nennung unterwirft sich der Spieler der Satzung und den Ordnungen des
DTB.
§ 23 Gleichzeitige Turniere
1. Ein Spieler darf grundsätzlich nur zu einem Turnier eine Nennung abgeben und nur an
einem Turnier teilnehmen, wenn sich die Zeitdauer von zwei Turnieren überschneidet.
2. Eine Ausnahme ist nur für den Fall des Ausscheidens des Spielers in der Qualifikation
oder spätestens in der 1. Runde des Hauptfeldes eines Grand Slams oder eines
Turniers mit ATP-, WTA-, ITF- oder Tennis Europe-Status sowie eines Turniers einer
anerkannten Turnierserie des DTB oder seiner Landesverbände oder der Nationalen
Deutschen Tennismeisterschaften erlaubt. Der Spieler hat bei beiden Nennungen
ausdrücklich auf die Priorität der Nennungen zum ersten Turnier hinzuweisen.
Falls der Spieler von seiner Nennung zum zweiten Turnier keinen Gebrauch macht,
hat er davon unverzüglich den Veranstalter dieses Turniers in Kenntnis zu setzen.
Darüber hinaus sind Doppelmeldungen z. B. bei Seniorenturnieren erlaubt, wenn die
betreffende Altersklasse des ersten Turniers bereits zu Beginn des zweiten Turniers
abgeschlossen ist. Zudem ist eine eintägige Turnier-Überschneidung erlaubt, wenn
am ersten Spieltag des zweiten Turniers nur Qualifikations-, Vorrunden- oder Erstrundenspiele
durchgeführt werden.
3. Wird ein Verstoß nach Ziffer 1 vom Referenten für Mannschaftswettbewerbe und Turniere
bei Erwachsenturnieren bzw. vom Referenten für Jüngstentennis bei Jugendturnieren
festgestellt, ist der Spieler mit einer Sperre von bis zu acht Wochen zu
belegen. Der Spieler ist hierüber zu unterrichten. Gegen diese Entscheidung kann
der Spieler mit einer Frist von 14 Tagen nach Zugang der Entscheidung Einspruch
beim Ausschuss für Mannschaftswettbewerbe und Turniere bzw. beim Ausschuss für
Jugendsport einlegen. Der Einspruch hat aufschiebende Wirkung.
§ 24 Zurückziehen der Nennung
Ein Spieler kann nur in begründeten Fällen seine Nennung zurückziehen (Teilnahme an
einem internationalen Mannschaftswettbewerb, durch ärztliche Bescheinigung nachgewiesene
Krankheit oder Verletzung o. ä.). Die Benachrichtigung des Veranstalters hat
unverzüglich nach bekannt werden des Grundes zu erfolgen und muss grundsätzlich
vor Ende des Sign-in bzw. vor der Auslosung beim Veranstalter vorliegen.
Turnierordnung 145
§ 25 Nenngeld
Falls in der Ausschreibung ein Nenngeld festgelegt ist, ist es von jedem Teilnehmer vor
seinem ersten Spiel zu bezahlen.
§ 26 Schiedsrichtergeld
1. Der Veranstalter kann zusätzlich zum Nenngeld von jedem Turnierteilnehmer je
Wettbewerb ein Schiedsrichtergeld erheben, sofern sämtliche Spiele des betreffenden
Wettbewerbs mit Schiedsrichtern besetzt werden. Das Schiedsrichtergeld darf
nur zur Entschädigung der Schiedsrichter verwendet werden.
2. Jeder Turnierteilnehmer hat den Anspruch, je Wettbewerb mindestens einmal als
Schiedsrichter eingesetzt zu werden, sofern die Schiedsrichter nicht insgesamt vom
Veranstalter gestellt werden. Pro Einsatz im Einzel ist dem Schiedsrichter eine Entschädigung
in der Höhe eines vollen Schiedsrichtergeldes, pro Einsatz im Doppel eine
solche in der Höhe des zweifachen Schiedsrichtergeldes für Doppel zu vergüten.
3. Kann für ein Wettspiel kein Schiedsrichter gestellt werden, so teilen sich die Spieler
dieses Wettspiels das Schiedsrichtergeld.
Fällt ein Wettspiel aus, so verfällt das Schiedsrichtergeld dem Veranstalter.
§ 27 Rückzahlung finanzieller Leistungen
1. Sämtliche finanziellen Leistungen nach den §§ 25 und 26 sind zurückzuzahlen,
wenn:
a) ein Turnier oder ein Wettbewerb nicht ausgetragen wird,
b) die Nennung zurückgewiesen wird,
c) die Nennung vor dem Sign-in oder der Auslosung zurückgezogen wird,
2. Turnierteilnehmer, die vor Beginn oder im Laufe des Turniers disqualifiziert werden
sowie Spieler, welche die Nennung zu spät zurückgezogen haben, die einem Turnier
unentschuldigt fernbleiben oder verspätet antreten, haben keinen Anspruch auf
Rückerstattung.
H. Auslosung
I. Einzel
§ 28 Teilnehmer
1. Direktannahmen
sind Teilnehmer, die nach ihrer Spielstärke direkt für das Hauptfeld qualifiziert sind
oder, weil sie dort keine Aufnahme mehr finden können, für die Qualifikation.
2. Qualifikanten
sind Teilnehmer, die sich auf G
4. Lucky Loser
sind Teilnehmer, die nach Beginn der Qualifikation ohne sich qualifiziert zu haben
nach den Bestimmungen gemäß § 36 Ziffer 2 b) für einen ausfallenden Teilnehmer
ins Hauptfeld kommen.
Dafür kommen Teilnehmer an der Qualifikation in Frage in folgender Reihenfolge:
zuerst die Verlierer der Qualifikationsfinalspiele, dann die Verlierer der Halbfinalspiele
usw.
Innerhalb dieser Gruppen ergibt sich die Reihenfolge nach der Spielstärke unter
Anwendung der Bestimmungen gemäß § 29. Sind Teilnehmer in keiner Rangliste
platziert, wird die Reihenfolge ausgelost.
Teilnehmer, die Anspruch auf einen Lucky-Loser-Platz erheben, müssen sich spätestens
1/2 Stunde vor dem angesetzten Spielbeginn dieses Spieltages beim Oberschiedsrichter
persönlich in eine Anwesenheitsliste eintragen und innerhalb von fünf
Minuten nach Aufruf spielbereit sein.
Turnierveranstalter können das telefonische Eintragen genehmigen, wenn dies in
der Turnierausschreibung aufgeführt ist. Die Fristen zum Eintragen bleiben hiervon
unberührt.
5. Nachrücker
sind Teilnehmer, die in der Qualifikation oder im Hauptfeld nach den Bestimmungen
von § 36 Ziffer 1, 2 a) und 3 ausfallende Teilnehmer ersetzen.
§ 29 Feststellung der Spielstärke
1. Maßgeblich für die Feststellung der Spielstärke soll eine geltende Rangliste in folgender
Reihenfolge sein:
a) Deutsche Rangliste,
b) Verbandsranglisten oder das LK-System, wobei die Verbandsranglisten den Vorrang
haben.
c) Sonstige Ranglisten.
2. Die Spieler der Zusatzrangliste »A« (»A/D«) sind denen der Hauptrangliste mit gleichem
Ranglistenplatz gleichgestellt.
3. Die Zusatzrangliste »B« (»B/A«) der Damen und Herren darf für die Zulassung bei
Turnieren keine Anwendung finden. Dagegen kann der Turnierausschuss sie für die
Setzung eines trotz »B« (»B/A«-) Einstufung in das Feld aufgenommenen Spielers
verwenden. Hierbei gilt, dass Spieler der Zusatzrangliste »B« (»B/A«) denen der
Hauptrangliste und der Zusatzranglisten »A« (»A/ D«) bei gleichem Ranglistenplatz
nachgestellt sind.
4. Der Turnierausschuss kann gemäß § 14 Ziffer 2 l) bei der Zulassung und Setzung
für Turniere ab Damen 30 und Herren 30 in Ergänzung zu Ziffer 1 die individuelle
Spielstärke berücksichtigen. Die Feststellung der individuellen Spielstärke erfolgt
durch den Turnierausschuss unter Berücksichtigung sportlicher Aspekte (u. a. von in
der Vergangenheit erzielten Ergebnissen).
5. Für die Setzung kann der Turnierausschuss maximal die Hälfte der für die Setzung
vorgesehenen Plätze für Spieler nach Ziffer 4, entsprechend der in § 33 Ziffer 4
genannten Setzungen, berücksichtigen.
§ 30 Anwesenheitsliste (Sign-in)
Es kann bestimmt werden, dass sich alle Teilnehmer (Qualifikation und/oder Hauptfeld)
persönlich bis zu dem in der Ausschreibung festgesetzten Zeitpunkt im Beisein des
Turnierordnung 147
Oberschiedsrichters in die Anwesenheitsliste eintragen müssen. Eine telefonische oder
schriftliche Meldung am Tag des Einschreibens ist nur dann zulässig, wenn dies in der
Turnierausschreibung aufgeführt ist.
Teilnehmer, die sich nicht eingetragen haben, sind nicht spielberechtigt. Von dieser Verpflichtung
sind nur Teilnehmer entbunden, die vor Beginn der Auslosung eine Wildcard
erhalten haben.
§ 31 Qualifikation
1. Eine Qualifikation ist auszuspielen, wenn sie ausgeschrieben ist und die Zahl der
Nennungen für einen Wettbewerb größer ist als die ausgeschriebene Zahl der Teilnehmer
im Hauptfeld abzüglich der Wildcards.
2. Das Qualifikationsfeld soll nicht mehr als acht Teilnehmer je Qualifikationsplatz
umfassen. Es ist zulässig, eine Vorqualifikation zu spielen.
16-Feld 32-Feld 48-Feld 56-Feld 64-Feld 128-Feld
Direktannahmen 14 28 42 49 56 117
Wildcards 2 4 6 7 8 11
Bei größeren Feldern entfällt auf je acht Teilnehmer eine Wildcard. Die Qualifikation
ist in Gruppen durchzuführen. Die Zahl der Gruppen entspricht der Zahl der Qualifikanten.
3. Alle Teilnehmer müssen nach § 30 spielberechtigt sein.
Ist die Zahl der Spielberechtigten höher als die Größe des Qualifikationsfeldes, so
erfolgt die Annahme in folgender Reihenfolge:
a) zuerst die Spieler, die eine ordnungsmäßige Nennung abgegeben haben, in der
Reihenfolge ihrer Spielstärke nach § 29; können nicht alle Spieler dieser Gruppe
angenommen werden und kann bei der Abgrenzung der Annahme zwischen den
betroffenen Spielern eine Reihenfolge nach Spielstärke nicht festgestellt werden
(Spieler ohne Ranglistenplatz), so entscheidet über die Annahme das Los.
b) reicht die Zahl der Spieler der Gruppe nach a) nicht aus, um alle Plätze des Qualifikationsfeldes
zu besetzen, so können auch Spieler berücksichtigt werden, die
eine Nennung nicht oder nicht termingemäß abgegeben haben. Die Festlegung
der Reihenfolge der Annahmen erfolgt gemäß Buchstabe a).
4. Die Qualifikation soll am Tage vor Spielbeginn des Hauptfeldes abgeschlossen sein.
Ist dies nicht möglich, können die Finalspiele am ersten Spieltag des Hauptfeldes
durchgeführt werden.
Zu beachten sind § 43 Ziffer 2 und 3.
§ 32 Hauptfeld
Das Hauptfeld eines Turniers soll folgende Zusammensetzung haben:
16-Feld 32-Feld 48-Feld 56-Feld 64-Feld 128-Feld
Direktannahmen 13 20 34 41 48 104
Qualifikanten 2 8 8 8 8 16
Wildcards 146788
Wird eine Qualifikation nicht gespielt oder ist die Zahl der Qualifikanten geringer als
oben angegeben, erhöht sich entsprechend die Zahl der Direktannahmen.
§ 33 Setzung
1. Sowohl im Hauptfeld als auch in der Qualifikation werden die spielstärksten Teilnehmer
gesetzt.
Es sind auch Spieler, die eine Wildcard erhalten haben, Qualifikanten und Lucky
Loser zu setzen, wenn dies ihrer Spielstärke entspricht.
148 Turnierordnung
2. Die Ermittlung der zu setzenden Teilnehmer und ihrer Reihenfolge erfolgt nach § 29.
Es ist eine Setzliste aufzustellen, die um mindestens die Hälfte mehr Teilnehmer aufweisen
soll, als gesetzt werden, damit bei Ausfall von gesetzten Spielern die Nachrücker
in die freigewordenen Setzpositionen bekannt sind.
3. Qualifikation:
Je Gruppe ist ein Teilnehmer zu setzen. Er kommt im Auslosungsplan auf Zeile 1 seiner
Gruppe. Der Oberschiedsrichter kann nach seinem Ermessen je Gruppe noch
einen zweiten Teilnehmer setzen, wenn dafür genügend Spieler mit einem Ranglistenplatz
zur Verfügung stehen. Diese Gesetzten kommen auf die letzte Zeile ihrer
Gruppe. Die Verteilung der Gesetzten auf die Gruppen erfolgt bei 8 Gruppen wie
folgt: Die Gesetzten Nr. 1 bis 8 werden in dieser Reihenfolge je auf Zeile 1 der entsprechenden
Gruppe gesetzt.
Die Gesetzten Nr. 9 bis 16 werden zusammengefasst und auf die letzte Zeile der
Gruppen 1 bis 8 in dieser Reihenfolge eingelost. Bei größerer oder kleinerer Zahl an
Gruppen ist entsprechend zu verfahren.
4. Hauptfeld:
a) Die Anzahl der Gesetzten beträgt bei
bis 11 Teilnehmern: 2
12 – 23 Teilnehmern: 4
24 – 47 Teilnehmern: 8
48 und mehr Teilnehmern: 16
b) Bei einem Feld mit 24 Teilnehmern ist ein Auslosungsformular für 32 Teilnehmer
zu verwenden; bei Feldern von 48 oder 56 Teilnehmern eines für 64 Teilnehmer.
Die Gesetzten werden in folgende Zeilen des Auslosungsformulars eingefügt:
Feldgröße Auslosungsplan
Gesetzter 8 16 32 64 128
Nr. 1 1 1 1 1 1
Nr. 2 8 16 32 64 128
Nr. 3 + 4 5, 12 9, 24 17, 48 33, 96
Nr. 5 bis 8
erste Ziehung 8 16 32
zweite Ziehung 16 32 64
dritte Ziehung 17 33 65
vierte Ziehung 25 49 97
Nr. 9 bis 12
erste Ziehung 9 17
zweite Ziehung 25 49
dritte Ziehung 40 80
vierte Ziehung 56 112
Nr. 13 bis 16
erste Ziehung 8 16
zweite Ziehung 24 48
dritte Ziehung 41 81
vierte Ziehung 57 113
Die Anzahl der zu setzenden Spieler richtet sich hierbei nach Buchstabe a). Bei den
Paaren Nr. 3 und 4 und den Vierergruppen Nr. 5 bis 8, Nr. 9 bis 12, Nr. 13 bis 16
werden die gezogenen Namen der Gesetzten auf die genannten Zeilen in der vorgegebenen
Reihenfolge gesetzt.
Turnierordnung 149
§ 34 Rasten
1. Rasten werden vergeben, damit in der 2. Runde die Zahl der Spieler eine Potenz
von 2 ist.
2. Wenn bei der Auslosung Rasten erforderlich sind, werden sie zunächst den Gesetzten
zugewiesen in der Reihenfolge der Setzliste.
Verbleibende Rasten:
a) Im Qualifikationsfeld sind verbleibende Rasten gleichmäßig auf die Gruppen verteilt
einzulosen.
Ergibt sich nicht für alle Gruppen die gleiche Zahl von Rasten, ist auszulosen,
welche Gruppen eine Rast mehr erhalten.
Die Rasten kommen in der oberen Hälfte der Gruppe auf Zeilen mit geraden
Nummern, in der unteren Hälfte auf Zeilen mit ungeraden Nummern.
b) Im Hauptfeld sind verbleibende Rasten gleichmäßig auf entsprechende Abschnitte
des Auslosungsplans verteilt einzulosen. Bei ungerader Zahl der Rasten erhält
die untere Hälfte eine Rast mehr.
z. B.: 13 Rasten, 8 Gesetzte:
Zunächst erhalten die 8 Gesetzten eine Rast. Von den verbleibenden Rasten
gehen zwei in die obere Hälfte und zwar gleichmäßig aufgeteilt, d. h., dass eine
Rast ins 1. Viertel und eine Rast ins 2. Viertel eingelost wird. 3 Rasten gehen in
die untere Hälfte (= 4 Achtel), deshalb ist auszulosen, welches Achtel keine Rast
erhält. In den jeweiligen Abschnitten des Auslosungsplans sind die Zeilen wie in
der Qualifikation zu bestimmen und auszulosen.
§ 35 Durchführung der Auslosung
1. Jede Auslosung hat öffentlich zu erfolgen. Sie ist vom Oberschiedsrichter zu leiten.
Ein Spielervertreter soll daran teilnehmen und das Ergebnis durch Unterschrift
bestätigen. Mit Einverständnis des Oberschiedsrichters kann die Auslosung auch
mittels eines Computers durchgeführt werden; das verwendete Computerprogramm
muss den Vorschriften der Turnierordnung entsprechen und von der DTB-Geschäftsstelle
freigegeben sein.
2. Eine Auslosung darf, sofern sie den Regeln entspricht, nicht wiederholt und nur nach
den Bestimmungen der §§ 36 und 37 geändert werden.
3. Die Auslosung findet statt:
a) für die Qualifikation unmittelbar nach Schließung der Anwesenheitsliste,
b) für das Hauptfeld im Falle eines Sign-In unmittelbar nach dessen Abschluss.
Ohne Durchführung eines Sign-In spätestens am Vorabend des Spielbeginns
des Einzel-Hauptfeldes.
4. Die Auslosung erfolgt, indem in den Auslosungsplan:
a) zuerst die Gesetzten nach § 33 eingefügt werden,
b) dann die erforderlichen Rasten bestimmt und nach § 34 eingesetzt werden,
c) zuletzt die nicht gesetzten Teilnehmer von oben nach unten in die freien Zeilen
des Auslosungsplans eingelost werden.
Ist die Qualifikation noch nicht beendet, dürfen im Hauptfeld nur die Plätze für die
Qualifikanten eingelost und entsprechend mit »Q« gekennzeichnet werden. Die
Einlosung der Namen der Qualifikanten bzw. der Nummer der Gruppe darf erst
nach Beendigung des letzten Qualifikationsspiels erfolgen.
5. Der Auslosungsplan ist unmittelbar nach der Auslosung durch Aushang zu veröffentlichen.
150 Turnierordnung
§ 36 Ausfall von Teilnehmern
Fallen Teilnehmer aus oder hat der Veranstalter bis zur Auslosung eine oder mehrere
Wildcards nicht vergeben, so ist wie folgt zu verfahren:
1. Geschieht dies vor Beginn der Qualifikation, so werden die freigewordenen Plätze
a) im Qualifikationsfeld durch anwesende Teilnehmer entsprechend der Regelung
nach § 28 Ziffer 5 besetzt (Nachrücker),
b) im Hauptfeld durch Teilnehmer des Qualifikationsfeldes besetzt, die ordnungsgemäß
eine Nennung abgegeben haben und nach ihrer Spielstärke als nächste für
das Hauptfeld zuzulassen wären (Nachrücker).
Für das Qualifikationsfeld ist dann nach a) zu verfahren. § 37 ist zu beachten.
2. Geschieht dies nach Beginn der Qualifikation, so gilt:
a) Fällt ein Teilnehmer in der Qualifikation vor seinem ersten Spiel aus (d. h. Spiel
der 1. Runde oder bei Rast in der 1. Runde Spiel der 2. Runde), so rückt an seine
Stelle der nächstqualifizierte anwesende Teilnehmer entsprechend der Regelung
nach § 28 Ziffer 5 (Nachrücker).
b) Fällt ein Teilnehmer im Hauptfeld vor seinem ersten Spiel aus (Spiel der 1. Runde
oder bei Rast in der 1. Runde Spiel der 2. Runde), kommt ein Lucky Loser nach
§ 28 Ziffer 4 ins Hauptfeld.
Geschieht dies:
vor Einlosung der Qualifikanten ins Hauptfeld, so werden Lucky Loser zusammen
mit den Qualifikanten in die freien Zeilen des Hauptfeldes eingelost,
nach Einlosung der Qualifikanten, so treten Lucky Loser an die Stelle von ausfallenden
Teilnehmern; bei zwei oder mehreren wird gelost, welcher Lucky Loser
auf welche freigewordene Stelle des Hauptfeldes gelangt.
Das Einrücken der Lucky Loser erfolgt frühestens 1/2 Stunde vor Spielbeginn
dieses Tages.
§ 37 ist zu beachten.
3. Findet eine Qualifikation nicht statt, so wird im Hauptfeld ein ausfallender Teilnehmer
durch einen Nachrücker nach § 28 Ziffer 5 ersetzt.
4. Fällt ein Teilnehmer aus, ohne dass er ersetzt werden kann, so kommt sein Gegner
»ohne Spiel« weiter. § 37 ist zu beachten.
5. Fällt ein Teilnehmer aus, nachdem er ein Wettspiel bereits begonnen hat, so kommt
sein Gegner weiter.
6. Fällt nach der Auslosung ein Teilnehmer aus, der für die Qualifikation oder für das
Hauptfeld eine Wildcard erhalten hat, so kann er nur nach den Bestimmungen oben
Ziffer 1, 2 oder 3 ersetzt werden.
7. Spielbeginn ist der 1. Aufschlag zum 1. Punkt eines Wettspiels des jeweiligen Wettbewerbs
(Qualifikation bzw. Haupt
Die im Auslosungsplan dadurch freiwerdenden Zeilen werden nach § 36 Ziffer 1
bzw. Ziffer 2 b) durch Nachrücker bzw. Lucky Loser besetzt. Entsprechendes gilt für
andere Größen des Teilnehmerfeldes.
2. Sofern gesetzte Spieler nach 20.00 Uhr am Tage vor Spielbeginn des Wettbewerbes
ausfallen (Qualifikation oder Hauptfeld), erfolgt keine Berichtigung der Setzung.
Nachrücker sind gemäß § 36 Ziffer 1 zu berücksichtigen.
3. Kommt ein Teilnehmer vor Beginn des ersten Spiels des Wettbewerbs als Nachrü –
cker, Qualifikant oder Lucky Loser ins Teilnehmerfeld, der nach seiner Spielstärke zu
setzen ist, so ist die Setzliste entsprechend zu berichtigen. Danach sind Setzpositionen
im Auslosungsplan nach der berichtigten Setzliste zu besetzen. Teilnehmer,
die danach nicht mehr gesetzt sind, kommen auf die freigewordene Zeile des Auslosungsplans.
Sind mehrere Zeilen freigeworden, ist zu losen.
II. Doppel
§ 38 Anzuwendende Bestimmungen
1. Der Nennungsschluss für Doppel ist in geeigneter Weise bekanntzugeben.
Die Nennung erfolgt durch persönliche Eintragung von mindestens einem der beiden
Doppelpartner in die beim Oberschiedsrichter aufliegende Liste. Nach Auslosung
kann die Zusammensetzung der Doppel nicht mehr geändert werden.
2. Annahme und Setzung erfolgen in der Reihenfolge der Spielstärke der Doppel.
Diese wird vom Oberschiedsrichter und zwei Spielervertretern festgestellt.
3. Für die Qualifikation genügt eine Mindestteilnehmerzahl von vier Doppeln.
4. Die Auslosung erfolgt durch den Turnierausschuss oder den Oberschiedsrichter
unmittelbar nach Nennungsschluss.
5. Die Bestimmungen Teil 1 (Einzel) gelten sinngemäß auch für Doppelwettbewerbe.
I. Durchführung des Turniers
§ 39 Mindestteilnehmerzahl
Ein Wettbewerb (Qualifikation oder Hauptfeld, Einzel oder Doppel) ist nur durchzuführen,
wenn mindestens acht Spieler oder Doppel teilnehmen. Eine Ausnahme ist nur bei einer
Qualifikation im Doppel zulässig, für welche die Teilnahme von vier Doppeln ausreicht.
Abweichend hiervon können Wettbewerbe bei Turnieren ab Damen/Herren 30 und Jugend
mit vier bis acht Teilnehmern nach dem Modus »Round Robin« ausgetragen werden.
§ 40 Spielregeln
Die Tennisregeln der ITF finden mit folgenden Maßgaben Anwendung:
1. Alle Spiele sind auf zwei Gewinnsätze auszutragen, es sei denn, in der Ausschreibung
ist etwas anderes festgelegt.
Bei den Nationalen Deutschen Meisterschaften der Jugend, den Meisterschaften
der Landesverbände der Jugend sowie den Wertungsturnieren der Turnierserie zum
DTB U12 Masters ist grundsätzlich der dritte Satz als »Tie-Break-Satz« gemäß ITF
Tennisregel 6 b. auszuspielen.
152 Turnierordnung
Der Oberschiedsrichter kann bei witterungsbedingten Einflüssen nach seinem
Ermessen – auch während des Wettbewerbs – entscheiden, dass der dritte Satz als
Match-Tie-Break bis 10 gespielt wird, wenn dies zur termingerechten Abwicklung
des Turniers erforderlich ist. Die Runden eines Wettbewerbs sollen möglichst nach
gleichen Bedingungen gespielt werden.
In jedem Satz findet beim Stand von 6:6 – mit Ausnahme der Austragung des dritten
Satzes als Match-Tie-Break bis 10 – das Tie-Break-System gemäß ITF-Tennisregel
5 b. Anwendung.
2. Die Zeitdauer des Einschlagens darf
a) vor einem Wettspiel fünf Minuten nicht überschreiten.
b) Bei einem unterbrochenen Wettspiel gelten in Abhängigkeit von der Dauer der
Unterbrechung folgende Regelungen für die Wiedereinschlagzeit:
0 – 15 Minuten Unterbrechung: kein Wiedereinschlagen;
15 – 30 Minuten Unterbrechung: 3 Minuten Wiedereinschlagzeit;
mehr als 30 Minuten Unterbrechung: 5 Minuten Wiedereinschlagzeit.
c) Bei Verlegung eines abgebrochenen Wettspiels vom Freien in die Halle oder
umgekehrt ist eine angemessene Einschlagzeit zu gewähren.
3. Bei einer jeden während des Wettspiels erlittenen Verletzung kann der Schiedsrichter
eine Unterbrechung zur Untersuchung und Behandlung für eine Dauer von drei
Minuten ab Beginn der Behandlung zulassen. Zur Behandlung jeder Art von Krämpfen
dürfen jedem Spieler nur zwei Pausen beim Seitenwechsel (90 Sekunden) bzw.
nach Abschluss eines Satzes (120 Sekunden) gewährt werden.
Als Verletzung durch Unfall gelten u. a. Verrenkungen, Verstauchungen, Zerrungen,
Blasenbildungen, blutende Verletzungen, die unfallbedingt während des Wettspiels
auftreten.
Als Verletzung durch Unfall gelten nicht vor Spielbeginn vorhandene Krankheiten,
Leiden oder Verletzungen, letztere, sofern sie sich nicht während des Wettspiels
ernsthaft verschlimmern.
Eine Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit aus natürlicher Ursache,
also z. B. auf Grund von Unpässlichkeit, Anstrengung oder Ermüdung, darf nicht als
Verletzung durch Unfall gewertet werden.
Eine Überschreitung jeglicher erlaubten Behandlungszeit wird über den Verhaltenskodex
(Spielverzögerung) bestraft.
Grundsätzlich muss jede Untersuchung bzw. Behandlung auf dem Platz stattfinden,
jedoch kann der Oberschiedsrichter unter besonderen Umständen entscheiden,
dass eine Untersuchung bzw. eine Behandlung auch außerhalb des Platzes durchgeführt
wird.
4. Herren können im Einzel bei einem Dreisatzmatch eine, bei einem Fünfsatzmatch
zwei Toilettenpausen beanspruchen. Damen haben im Einzel Anspruch auf eine Toilettenpause
und zusätzlich eine Kleiderwechselpause. Im Doppel ist bei den Damen
die Kleiderwechselpause in den zwei Pausen enthalten. Im Doppel können pro Team
insgesamt zwei Toilettenpausen beansprucht werden. Sofern diese beim Doppel
gemeinsam genommen wird, zählt diese als eine Toilettenpause. Toilettenpausen
sollen, Kleiderwechselpausen müssen während der Pause nach Abschluss eines
Satzes genommen werden. Dem Spieler bzw. Team ist eine angemessene Zeit für
die Kleiderwechsel- bzw. Toilettenpause zu gewähren. Eine Überschreitung der
angemessenen Zeit wird über den Ver-haltenskodex (Spielverzögerung) bestraft.
Eine Toilettenpause sollte nicht während eines Aufschlagspiels bzw. vor dem Aufschlagspiel
des Gegners bzw. des gegnerischen Teams genommen werden. Eine
Turnierordnung 153
während oder nach Abschluss des Einschlagens beantragte Toilettenpause ist als
während des Wettspiels genommen zu werten. Zusätzliche Toilettenbesuche zu
Lasten der erlaubten Pausenzeiten sind möglich, müssen jedoch bei Überschreitung
der erlaubten Pausenzeiten (90 Sekunden bei Seitenwechsel, 120 Sekunden
nach Satzabschluss) über den Verhaltenskodex (Spielverzögerung) bestraft werden.
5. Bei einer unbeabsichtigten Behinderung (Ball fällt aus der Tasche oder dem Clip,
Mütze fällt vom Kopf) wird beim ersten Mal auf Punktwiederholung entschieden.
Der Spieler soll informiert werden, dass beim nächsten Mal von einer absichtlichen
Behinderung mit der Folge des Punktverlustes ausgegangen wird.
6. Ein Ruhepause i. S. von ITF-Tennisregel 29 d) können in Wettbewerben ihrer
Altersklasse beanspruchen:
a) Senioren und Seniorinnen aller Altersklassen eine Ruhepause von zehn Minuten
nach dem 2. Satz,
b) Junioren und Juniorinnen der Altersklasse U 10 eine Ruhepause von fünf Minuten
nach dem 1. Satz und zehn Minuten nach dem 2. Satz, bei Austragung
gemäß Ziffer 1, letzter Satz.
c) sofern der dritte Satz als Match-Tie-Break ausgetragen wird, besteht kein
Anspruch auf eine Ruhepause nach dem zweiten Satz gemäß a) und b).
d) alle anderen Spieler haben keinen Anspruch auf eine Ruhepause nach Tennisregel
29 d).
e) für die o. g. Ruhepausen gilt, dass Spieler beraten und behandelt werden dürfen,
falls sie den Platz während der Pausen verlassen.
f) eine Überschreitung der Pausenzeiten wird über den Verhaltenskodex (Zeitüberschreitung)
bestraft.
7. Die Spiele eines Wettbewerbes eines Turniers müssen in Qualifikation und Hauptfeld
auf Plätzen mit einheitlichem Belag durchgeführt werden.
Werden Spiele in die Halle verlegt, so können die dort verwendeten Plätze einen
anderen Belag aufweisen. Der Belag der Hallenplätze muss aber wiederum einheitlich
sein.
8. Die Entscheidung, ob bzw. wann Spiele in die Halle verlegt werden, trifft der Oberschiedsrichter.
Die Verlegung in die Halle darf nur angeordnet werden, wenn sie nach der Ausschreibung
zulässig ist.
Ein in die Halle verlegtes Wettspiel muss in der Halle beendet werden, es sei denn,
dass sich die beteiligten Spieler darauf einigen, das Wettspiel im Freien fortzusetzen,
wenn dies wieder möglich ist, und der Oberschiedsrichter zustimmt. Die Spieler
sind verpflichtet, für die Halle geeignetes Schuhwerk zu tragen.
9. Ein Spieler, der zu einem Wettspiel nicht innerhalb von 15 Minuten nach Aufruf
antritt und spielbereit ist, ist vom Oberschiedsrichter zu disqualifizieren. Sein Gegner
wird, sofern nicht ein Lucky Loser oder Nachrücker an die Stelle des disqualifizierten
Spielers tritt, zum Sieger erklärt mit dem Zusatz »ohne Spiel».
10. Für alle Zeitbestimmungen während des Spiels gilt, falls nicht eine Uhr als offizieller
Zeitmesser bestimmt ist, die Uhr des Schiedsrichters, sonst die des Oberschiedsrichters.
11. Das Beratungsverbot nach ITF-Tennisregel 30 ist unbedingt einzuhalten.
Zum Aufenthalt auf dem Platz ist außer Schiedsrichter, Hilfsrichtern und Ballkindern
lediglich der Oberschiedsrichter berechtigt. Andere Personen bedürfen der
Genehmigung des Oberschiedsrichters.
154 Turnierordnung
12. Wenn ein Spieler oder ein Doppelpaar ein begonnenes Wettspiel abbricht oder das
Wettspiel infolge Verschuldens eines Spielers abgebrochen wird, wird das Wettspiel
mit dem Spielstand bei Abbruch und dem Zusatz »abgebrochen» als verloren
gewertet.
§ 41 Spielkleidung, Werbung
1. Während eines Wettspiels (einschl. des Einschlagens) dürfen nur Tenniskleidung
und für den Belag geeignete Tennisschuhe getragen werden.
2. Während eines Wettspiels (einschl. des Einschlagens) ist Werbung auf der Kleidung
(einschl. der Wärmekleidung) und Ausrüstung eines Spielers nur in folgendem
Umfang gestattet:
– Hemd, Pulli, Jacke:
Ärmel
Eine Fremdwerbung (nicht Hersteller) je Ärmel, maximal 19,5 cm². Herstellerwerbung
auf jedem Ärmel von maximal 52 cm² ohne Schrift. Beinhaltet die Herstellerwerbung
einen Schriftzug, darf dieser nicht größer als 26 cm² sein.
Ärmellos
Die Fremdwerbung, die für den Ärmel erlaubt ist, darf auf der Vorderseite platziert
werden. Vorne, hinten oder am Kragen
Insgesamt maximal zweimal Herstellerwerbung (maximal 13 cm²) oder einmal
26 cm².
– Hose, Rock:
Zweimal Herstellerwerbung von maximal 13 cm² oder einmal 26 cm².
– Kopfbedeckung, Stirn- und Schweißband:
je einmal Herstellerwerbung von maximal 13 cm².
– Socken, Schuhe:
Herstellerwerbung auf jeder Socke und jedem Schuh von je maximal 13 cm².
– Schläger, Saiten:
Jeweils das Markenzeichen des Herstellers.
Werbung für andere Veranstaltungen (Sport, Events, etc.) ist grundsätzlich nicht
erlaubt.
3. Bei einem Verstoß gegen vorstehende Bestimmungen hat der Spieler auf Aufforderung
des Schiedsrichters das beanstandete Kleidungs- oder Ausrüstungsstück
unverzüglich zu wechseln. Im Falle der Weigerung ist der Spieler vom Oberschiedsrichter
zu disqualifizieren.
§ 42 Bälle
1. Es dürfen nur Bälle der in der Ausschreibung festgelegten Marke und Farbe verwendet
werden.
Die Verwendung von Bällen verschiedener Marken und Farben bei einem Wettbewerb
eines Turniers ist nicht zulässig. Es dürfen nur Bälle gemäß der jeweils gültigen
Liste der ITF ‚Approved Tennis Balls‘ verwendet werden.
2. Die Zahl der im Spiel verwendeten Bälle und der Zeitpunkt ihres Wechsels sind in
der Ausschreibung anzugeben.
Ballzahl und -wechsel dürfen während eines Wettbewerbs nicht geändert werden,
es sei denn, der Oberschiedsrichter trifft eine Entscheidung nach § 16 Ziffer 4 h).
3. Ist ein Ball unbrauchbar geworden oder verlorengegangen, so ist er zu ersetzen,
wenn nicht wenigstens drei Bälle im Spiel sind. Dafür gilt:
Turnierordnung 155
a) Ist ein Ball während des Einschlagens vor dem Wettspiel oder während der
ersten beiden Spiele nach einem vollzogenen Wechsel der Bälle zu ersetzen, so
ist dazu ein neuer (ungebrauchter) Ball zu verwenden.
b) Ist ein Ball später zu ersetzen, so ist dazu ein gebrauchter Ball mit einem ähnlichen
Grad der Abnutzung zu verwenden.
4. Nach der Unterbrechung eines Wettspiels gemäß § 16 Ziffer 3 g) ist mit den
ursprünglich verwendeten Bällen weiterzuspielen. Falls die Spieler sich gemäß § 40
Ziffer 2 b) wieder einschlagen dürfen und ein Wechsel der Bälle vorgeschrieben ist,
erfolgt das Wiedereinschlagen mit anderen Bällen ähnlicher Abnutzung. Die Fortsetzung
des Wettspiels erfolgt dann unter Hereinnahme der ursprünglich verwendeten
Bälle, der Wechsel der Bälle er-folgt im normalen festgelegten Rhythmus.
Wird ein Wettspiel vom Freien in die Halle verlegt, sind in der Halle neue Bälle zu
verwenden. Der Wechsel der Bälle wird neu berechnet, wobei ein angefangenes
Spiel als Spiel zählt.
§ 43 Spielplan
1. Der tägliche Spielplan ist vom Oberschiedsrichter aufzustellen. Er soll am Vortag vor
20.00 Uhr durch Aushang bekannt gegeben werden.
Jeder Spieler ist selbst dafür verantwortlich, sich rechtzeitig darüber zu informieren,
wann er zu spielen hat.
Von notwendig werdenden Spieländerungen (Beginn, Reihenfolge der Spiele, Platz)
sind die betroffenen Spieler unverzüglich zu benachrichtigen.
2. An einem Spieltag sollen für einen Teilnehmer höchstens zwei Einzel und ein Doppel
oder ein Einzel und zwei Doppel auf den Spielplan gesetzt werden.
Spiele des Hauptfeldes dürfen erst nach Beendigung des letzten Qualifikationsspiels
beginnen.
Das Einzel eines Spielers ist grundsätzlich vor einem Doppel, an dem der Spieler
am selben Tag beteiligt ist, zu spielen, es sei denn, der Spieler ist mit einer hiervon
abweichenden Spielansetzung einverstanden.
3. Hat ein Spieler an einem Tag mehr als ein Spiel zu bestreiten, stehen ihm auf
Wunsch folgende Pausen zwischen den Spielen zu:
nach weniger als einer Stunde Spielzeit: 30 Minuten,
nach 1–1 1/2 Stunden Spielzeit: 60 Minuten,
nach mehr als 1 1/2 Stunden Spielzeit: 90 Minuten.
4. Der Oberschiedsrichter kann von vorstehenden Regelungen abweichen, wenn dies
zur termingerechten Beendigung des Turniers erforderlich ist.
J. Preise
§ 44 Ehrenpreise
1. Die Bedingungen über die Vergabe von Ehrenpreisen sind für Wettbewerb und Platzierung
in der Ausschreibung anzugeben. Die Vergabe kann von der tatsächlichen
Ausspielung abhängig gemacht werden.
Bei unbegründeter Aufgabe oder Nichtantreten sowie bei Disqualifikation eines
Spielers verfällt der Anspruch auf einen Ehrenpreis.
Bei Abbruch des Turniers ist vom Turnierausschuss die endgültige Entscheidung
über die Verteilung der Ehrenpreise zu treffen.
156 Turnierordnung
157
2. Die Bedingungen für den endgültigen Erwerb eines Wanderpreises müssen in der
Ausschreibung enthalten sein. Sie dürfen bis zum endgültigen Erwerb des Wanderpreises
nicht geändert werden.
Auf dem Wanderpreis sind die Sieger jedes Jahr auf Kosten des Veranstalters einzugravieren.
Streitigkeiten zwischen Veranstalter und Spieler über Erwerb, Besitz oder Eigentum
von Wanderpreisen werden auf Antrag vom Ausschuss für Mannschaftswettbewerbe
und Turniere endgültig entschieden.
§ 45 Preisgeld
1. Bei Preisgeldturnieren gilt:
a) Jeder Teilnehmer erhält das Preisgeld der erreichten Runde.
b) Gibt ein Spieler während eines Wettspiels auf oder tritt er nicht an, ohne dass
eine vom Turnierarzt bescheinigte Verletzung oder Erkrankung vorliegt, oder wird
er disqualifiziert, so erhält er lediglich das Preisgeld der letzten von ihm gewonnenen
Runde.
c) Bei Disqualifikation ist das Preisgeld bis zum Abschluss des Disziplinarverfahrens
einzubehalten.
d) Bei Abbruch eines Preisgeldturniers (z. B. wegen schlechter Witterung) erhalten
die noch im Wettbewerb verbliebenen Teilnehmer das Preisgeld für die erreichte
Runde.
2. Bei Auszahlung von Preisgeld ist der Veranstalter verpflichtet, eventuelle Steuern,
Abgaben und Geldstrafen abzuziehen und an die zuständigen Stellen abzuführen.
3. Liegt eine Bestrafung wegen eines Dopingvergehens durch das DTB-Sportgericht
gemäß § 12 der DTB-Sportgerichtsverfahrensordnung vor, so hat der Betreffende
sein ab diesem Dopingvergehen erhaltenes Preisgeld an den Veranstalter zurück zu
erstatten.
K. Deutsche Meisterschaften
§ 46 Vergabe der Deutschen Meisterschaften und Turnierserien
Die als »Deutsche Meisterschaften« anerkannten Turniere und Turnierserien
1. Nationale Meisterschaften von Deutschland und Internationale Meisterschaften von
Deutschland (German Open)
2. Nationale und Internationale Rollstuhl-Tennismeisterschaften von Deutschland
3. Nationale und Internationale Turnierserien
werden vom Deutschen Tennis Bund vergeben.
§ 47 Zusammensetzung des Turnierausschusses
Den Turnierausschüssen der Nationalen Meisterschaften gehören an:
1. der Vizepräsident und Leiter des Ressorts V bzw. der Vizepräsident und Leiter des
Ressorts IV als Vorsitzender,
2. der DTB-Sportdirektor bei Wettbewerben gemäß § 10 Ziffer 1. (Jugend) und 2.
(Nachwuchs) sowie Damen und Herren; der Referent für Seniorensport bei Wettbewerben
gemäß § 10 Ziffer 3. (Jungsenioren) und 4. (Senioren); der Referent für Rollstuhltennis
und Behindertensport bei Wettbewerben Rollstuhltennis,
Turnierordnung
3. ein Vorstandsmitglied des Verbandes, in dessen Bereich die Meisterschaften ausgetragen
werden,
4. ein Vertreter des Ausrichters,
5. der Turnierleiter/Turnierdirektor,
6. der Oberschiedsrichter,
7. eine Spielersprecherin,
8. ein Spielersprecher.
§ 48 Internationale Meisterschaften
Die Internationalen Meisterschaften und die Internationalen Hallenmeisterschaften von
Deutschland können für Herren und Damen im Einzel und im Doppel ausgetragen werden.
§ 49 Nationale Meisterschaften
Die Nationalen Meisterschaften von Deutschland können im Freien und/oder in der Halle
für Damen, Herren, und in den Altersklassen gemäß § 10 Ziffer 3 und 4 sowie für Rollstuhltennis
durchgeführt werden. Die Einzelheiten regelt die Turnier-Ausschreibung.
Sämtliche Rechte an diesen Turnieren liegen beim DTB.
§ 49a Nationale Meisterschaften Jugend
Die Nationalen Meisterschaften von Deutschland werden im Freien und/oder in der
Halle für Junioren und Juniorinnen (§10 Ziffer 1) durchgeführt. Die Einzelheiten regelt
die Turnier-Ausschreibung.
§ 50 Teilnahmeberechtigung an Nationalen Meisterschaften
An den Nationalen Meisterschaften nach § 49 sind nur Spieler deutscher Staatsangehörigkeit
teilnahmeberechtigt.
§ 51 Ehrenpreise bei Abbruch
Die Entscheidung über die Vergabe von Ehrenpreisen bei Abbruch der Deutschen Meisterschaften
wegen des Wetters oder aus anderen Gründen trifft der Vizepräsident und
Leiter des Ressorts V bzw. der Vizepräsident und Leiter des Ressorts IV des DTB.
L. Schlussbestimmungen
§ 52 Disziplinarordnung
Alle an einem öffentlich ausgeschriebenen Turnier teilnehmenden Spieler unterliegen
der Disziplinarordnung des DTB.
§ 53 Einspruch
1. Bei allen Streitfragen, die sich aus der Abwicklung einer Veranstaltung nach dieser
Turnierordnung oder aus der Teilnahme an einer solchen Veranstaltung ergeben, ist
als Rechtsmittel der Einspruch möglich.
2. Bei allen Streitfragen, die die Nationalen Deutschen Meisterschaften betreffen, entscheidet
der Ausschuss für Mannschaftswettbewerbe und Turniere, bei den Deutschen
Meisterschaften der Jugend der Ausschuss für Jugendsport über das Rechts158
Turnierordnung
mittel des Einspruchs. In allen übrigen Streitfragen sind die jeweiligen Organe der
Landesverbände zuständig.
3. Der Einspruch ist an das jeweilige Organ der Landesverbände gemäß den hierfür
geltenden Form- und Fristvorschriften zu richten. Für den Fall, dass die Rechtsmittelinstanzen
gemäß Ziffer 2 zuständig sind, gilt Folgendes: Der Einspruch ist in zweifacher
Ausfertigung an die Geschäftsstelle des DTB zu richten. Er muss begründet
werden und der Geschäftsstelle binnen einer Woche nach bekannt werden des
Anfechtungsgrundes zugehen. Gleichzeitig ist eine Gebühr von EUR 250,00 zu entrichten,
die für den Fall, dass dem Einspruch stattgegeben wird, zurückerstattet
wird; ohne gleichzeitige Bezahlung der Einspruchsgebühr wird der Einspruch als
nicht zulässig verworfen.
4. Vor seiner Entscheidung hat der Ausschuss für Mannschaftswettbewerbe und Turniere
bzw. der Ausschuss für Jugendsport den betroffenen Parteien rechtliches
Gehör zu gewähren.
5. Der Ausschuss für Mannschaftswettbewerbe und Turniere bzw. der Ausschuss für
Jugendsport kann die betroffenen Parteien zu einer mündlichen Verhandlung laden.
6. Die Einspruchsgebühr hat der Ausschuss für Mannschaftswettbewerbe und Turniere
bzw. der Ausschuss für Jugendsport im Rahmen seiner Entscheidung der unterliegenden
Partei aufzuerlegen. Bei Vergleichen hat der Ausschuss für Mannschaftswettbewerbe
und Turniere bzw. der Ausschuss für Jugendsport über die Einspruchsgebühr
nach billigem Ermessen zu entscheiden.
7. Im Falle einer mündlichen Verhandlung hat die unterliegende Partei nur die notwendigen
Auslagen der vom Ausschuss für Mannschaftswettbewerbe und Turniere bzw.
der vom Ausschuss für Jugendsport Geladenen zu erstatten. Auslagen oder Gebühren
für Rechtsanwälte oder andere Berater einer Partei werden nicht erstattet.
§ 54 Beschwerde
Gegen die Entscheidungen des Ausschusses für Mannschaftswettbewerbe und Turniere
bzw. des Ausschusses für Jugendsport im Rahmen des Einspruchsverfahrens gem.
§ 53 ist die Beschwerde an das DTB-Sportgericht möglich. Die Beschwerdefrist beträgt
zwei Wochen und beginnt mit dem Zugang der Entscheidung. Innerhalb dieser Frist ist
die Gebühr gemäß § 11 der Sportgerichtsverfahrensordnung zu entrichten. Näheres
regelt die Sportgerichtsverfahrensordnung.
§ 55 Änderungen
Änderungen dieser Turnierordnung beschließt die Mitgliederversammlung des Deutschen
Tennis Bundes mit Zweidrittelmehrheit (§ 17 der Satzung)