06.11.2020

Der Tennis-Verband Niederrhein fordert eindringlich Verbesserungen für den Tennissport in Nordrhein-Westfalen, dessen Ausübung durch die Coronaschutzverordnung des Landes auch im direkten Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern Deutschlands im Moment nur sehr stark eingeschränkt möglich ist.

Während der ursprüngliche Beschluss der Bundesregierung vom 28. Oktober 2020 Tennis als Individualsport im November zu zweit und mit Mitgliedern des eigenen Hausstands möglich machte, hat die Landesregierung in NRW durch ihre eigene Coronaschutzverordnung und deren Auslegung das Spiel praktisch komplett ausgebremst. Nur im Freien ist Tennis noch als Einzel erlaubt, das Spiel in der Halle aber komplett untersagt. Der Trainingsbetrieb, selbst als Einzeltraining mit nur zwei Personen auf dem Platz, ist sogar zusätzlich auch unter freiem Himmel untersagt und kann dementsprechend überhaupt nicht stattfinden.

TVN-Präsident Dietloff von Arnim fordert verbesserte Bedingungen für den Tennisport in NRW

Tennis als hervorragende Sport-Möglichkeit unter Corona-Bedingungen

„Der TVN und die anderen Landesverbände in NRW sind sich einig, dass der Sport allgemein und auch der Tennissport im Besonderen in der Pflicht steht, zur Eindämmung der Corona-Pandemie seinen Beitrag zu leisten“ führt TVN-Präsident Dietloff von Arnim aus.

„Kontraproduktiv auf die Akzeptanz solcher Maßnahmen wirkt sich aber aus, wenn sie wie hier unlogisch und uneinheitlich daher kommen. Durch die Möglichkeit, Abstandsregeln im freien Spiel wie im Einzeltraining umfänglich einzuhalten und durch die darüber hinaus gehenden Hygienekonzepte der Vereine, die sich schon seit Beginn der Pandemie bewährt haben, ist Tennis eigentlich eine hervorragende Option, in der aktuellen Situation nicht nur im Freien, sondern auch in der Halle Sport zu treiben. Leider verwehrt die Landesregierung in NRW im Gegensatz zu anderen Bundesländern zurzeit diese Möglichkeit.“

Brief der IG Tennis Nordrhein-Westfalen an die Staatskanzlei

Der Tennis-Verband-Niederrhein und seine Geschäftsstelle arbeiten auf vielen Ebenen und in der Kommunikation mit verschiedenen Anlaufstellen intensiv daran, Verbesserungen der Situation für die Mitglieder des TVN zu erreichen. Auch an oberster Stelle ist das bereits in der letzten Woche in Form eines gemeinsamem Briefes der Präsidenten der Landesverbände in der IG Tennis Nordrhein-Westfalen (Interessengemeinschaft der Tennisverbände NRW e.V.) an die Staatskanzlei geschehen, in dem die Öffnung der Tennishallen gefordert wird und von dem sich die Verbände eine Angleichung der Regelungen an die vieler anderer Bundesländer erhoffen.

„Dabei geht es auch nicht nur um die reine Ausübung eines Hobbys“, stellt von Arnim klar. „Gerade Tennislehrer und Tennislehrerinnen, die allein aus Eigeninteresse im besonderen Maße auf die Einhaltung der Hygiene-Regeln im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit achten, sind durch das totale Trainingsverbot in NRW extrem unverhältnismäßig benachteiligt und erleiden große finanzielle Einbußen.“