Bergische Meisterschaften (Halle) 2018 sind beendet.

hier Siegerliste und Tableaus: https://www.tennis-web.net/trn/6180

Die 2. Bergischen Hallenmeisterschaften 2018 sind Geschichte.

Der Finaltag hielt mit 11 teils hochklassigen Endspielen das, was er versprach: großartigen und spannenden Tennissport. Die Spiele boten den Zuschauern alles, was gutes Tennis ausmacht: Rassige Ballwechsel, begeisternde Schläge, kämpferische Emotionen. Oft sprang der Funke auf die Zuschauer über, die es allerdings schwer hatten, in der schönen Halle der TSG Solingen alle vier Plätze einzusehen.

Das Finale der offenen Damenklasse zwischen der an Nr. 1 Gesetzten Anika Kurt (Solinger TC 02) und ihrer Vereinskameradin Johanna Sophie Kern war im ersten Satz von der Power der Favoritin geprägt, die dank ihrer perfekten Aufschlagtechnik zu reihenweisen Assen führte. Beim Service ihrer Gegnerin baute sie bei jedem Return sofort Druck auf, so dass es nach dem ersten Satz 6:0 hieß. Im zweiten Satz hatte sich Johanna Sophie etwas besser auf den Dauerdruck eingestellt, hielt gut mit, verlor aber letztlich nach starker Gegenwehr diesen Satz mit 6:4.

Bei den Herren ging der ungesetzte Jan Augustat (SV Bayer Wuppertal) mit großer Zuversicht („Der Arm läuft rund“) und mit dem Rückenwind des nahezu perfekten Halbfinales gegen Jan Kochems ins Match, in dem er auf seinen an Nr. 2 gesetzten Vereinskameraden Magnus Schauf traf, der wegen seiner DTB-Ranglistenposition 441 als Favorit gelten musste. Allerdings machte gleich Jan da weiter, wo er im Halbfinale aufgehört hat: mit ungeheuer druckvollem und fast fehlerfreiem Spiel, einer bärenstarken Kondition (die man aber auch Magnus bescheinigen muss) und einem beispielhaften kämpferischen Einsatz. Was der Gegner auch unternahm, Jan hatte im ersten Satz fast immer das bessere Ende für sich. Im zweiten Satz hatte sich auch Magnus besser auf seinen Gegner eingestellt, retournierte präziser und hielt nach einem Re-Break bis zum 3:2, das Spiel offen. Ein sofortiges weiteres Break, bei dem Magnus zweimal etwas unglücklich agierte, brachte dann die Vorentscheidung zugunsten des letztlich verdienten Siegers Jan Augustat.

In 16 weiteren Disziplinen (einschl. sieben Nebenrunden) wurden weitere Bergische Meister und Meisterinnen ermittelt. Dabei ragte die Nebenrunde der offenen Damenklasse, in dessen Endspiel sich Zarah El Otmany (SV Bayer) und die mit 14 Jahren halb so alte Emelie Hamers (TC Stadtwald Hilden) gegenüberstanden, heraus. In dem lange Zeit ausgeglichenen Spiel siegte letztlich die Erfahrung der doppelt so alten Zarah durch ein 10:6 im Match-Tiebreak.

Einen weniger großen Altersunterschied gab es bei den Damen ab LK 12. Hier standen sich die ebenfalls 14-jährige Lea Mosmann (SV Bayer Wuppertal) und die 6 Jahre ältere Jana Quadt vom TC Rot-Weiß Ohligs gegenüber. Lea Mosmann erkämpfte sich im Match-Tiebreak mit 10:8 ihren ersten Meistertitel bei diesem Wettbewerb.

Alle anderen Ergebnisse sind den Tableaus und der Siegerliste zu entnehmen.

Insgesamt wurden an vier Turniertagen 126 Spiele in 18 Disziplinen absolviert. Die Oberschiedsrichter Wolfgang Luchtenberg und Helmut Ulrich mussten nicht einmal eingreifen, was für die absolute Fairness und den Sportsgeist der Tennisspielerinnen und Tennisspieler spricht. Und was könnte die Ausgeglichenheit dieser Meisterschaften besser dokumentieren als das Ergebnis des allerletzten Turnierspieles, nämlich dem Endspiel der Herren 40 Nebenrunde: Philipp Kurz (Blau-Weiss Elberfeld) besiegte Christian Zurek (PSV Velbert) nach mehr als zweieinhalb Stunden mit 6:7, 7:6 und 10:4!

Die erfahrene Turnierleitung um Jürgen Liesert und Rosi Warlich blickt zufrieden auf eine Veranstaltung, die der Tennisbezirk 4 Bergisch-Land bewusst in allen drei bergischen Städten ausgetragen hat. Dies ist überall gut angekommen und macht Lust auf eine dritte Fortsetzung.

2018-12-17T17:50:11+00:0014. Oktober 2018|aus dem Bezirk|