Die verheerende Hochwasserkatastrophe in Teilen Deutschlands hat auch bei Vereinen im Bereich des TVN Schäden in ganz unterschiedlichen, teilweise massiven Ausmaßen hinterlassen. Der Tennis-Verband Niederrhein bittet betroffene Vereine, sich beim Verband zu melden.

Um konkrete Hilfe leisten zu können und diese zu koordinieren, benötigt der Verband eine Übersicht der Schäden und des individuellen Hilfsbedarfs der einzelnen betroffenen Vereine.

Der TVN bittet Vereine, die im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe Schäden zu beklagen haben, sich  – falls noch nicht erfolgt – bei ihren jeweiligen Bezirksvorständen zu melden und diese über Art und Umfang zu informieren.

Wir sammeln diese Meldungen zu einem Gesamtbild des Unterstützungsbedarfs, um im Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Hilfe leisten zu können.

Informationen des Landessportbundes zur Hochwasserkatastrophe

Der LSB NRW selbst hat bereits folgende Informationen zur Hochwasserkatastrophe veröffentlicht:

Die Hochwasserkatastrophe der letzten Tage mit ihren dramatischen Folgen hat uns schwer erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die Angehörige verloren haben, Verletzte zu beklagen haben oder Haus und Heim verloren haben.

Obwohl diese existenziellen Fragen derzeit im Vordergrund stehen, haben uns auch schon Anfragen erreicht, welche finanziellen Hilfen es für Sportvereine geben wird, deren Sportanlagen beschädigt oder vernichtet wurden. Außerdem erreichen uns unterschiedliche Beratungswünsche. Zu diesen unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen stellen wir uns derzeit organisatorisch auf.

Folgende Grundsätze scheinen uns wichtig:

– Wir müssen die Kräfte von Landessportbund NRW, Bünden und Verbänden bündeln, uns gut austauschen und Mehrfacharbeiten vermeiden.

– Im Moment steht die Hilfe für die betroffenen Menschen im Vordergrund.

– Wir werden die infrastrukturellen Schäden nicht allein mit Mitteln des Sports beheben können. Dazu sind wir auf die Unterstützung von Bund, Land und Kommunen angewiesen.

– Die Folgen der Katastrophe werden lange anhalten. So müssen wir unser Handeln ausrichten.

Aktuell haben wir zur Sammlung von jeglichen Vereinsanfragen folgende Kontakte eingerichtet:

Tel.: 0203 / 7381-777. Hier werden alle eingehenden Anfragen über ein Ticketsystem erfasst und verarbeitet.

Mail: hochwasserhilfe-sport@lsb.nrw

Folgende Schritte werden wir in den kommenden Tagen gehen:

– Angebot von kostenfreier Unterkunft und Sportprogramm für betroffene Kinder/Jugendliche/Familien in unseren Sportdörfern in Hachen und Hinsbeck (wochenweise). Wir bitten die Fachverbände mit eigenen Sportschulen zu prüfen, ob sie ebenso Angebote machen können.

– Lagebild erstellen: Hierzu werden wir zeitnah ein Abfrageraster erstellen und Ihnen zusenden, um zunächst eine grobe Übersicht über Zahl und Ausmaß der Schäden zu erhalten. Eine detaillierte Erfassung wird erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt möglich sein. Bis zur Erstellung des Rasters senden Sie bitte jegliche Information über entsprechende Schäden an die o. g. Mailadresse.

– Aufbau einer Plattform für Hilfen von Vereinen für Vereine. Die Solidarität der Sportvereine untereinander wird gerade mittel- und langfristig eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der Folgen der Katastrophe spielen.

– Einrichtung eines Hilfefonds zur Unterstützung von Notlagen unabhängig von infrastrukturellen Fragen.

– Grundsätzliche Anmeldung von Unterstützungsbedarf beim Bund (zusammen mit den Landessportbünden der anderen betroffenen Bundesländer)

– Grundsätzliche Anmeldung von Unterstützungsbedarf beim Land NRW.

Soweit eine erste Kurzinformation. Wir freuen uns über jegliche Anregung und Information aus Ihrem Kreis. Wir danken Allen, die vor Ort in den Katstrophengebieten geholfen haben und weiterhin helfen. Ein besonderer Dank gilt unseren beiden DLRG-Landesverbänden und ihren Mitgliedern, die in der unmittelbaren Rettungsarbeit im Einsatz waren.

Mit freundlichem Gruß

Stefan Klett Dr. Christoph Niessen

LSB-Präsident LSB-Vorstandsvorsitzender