Zwei Siege aus den ersten beiden Begegnungen – das war die Vorgabe für die Herren 30 vom TC Blau-Weiss Elberfeld zum Auftakt in ihre zweiten Regionalliga-Saison. Herren 30 vom TC Blau-Weiss Elberfeld begannen in ihre zweite Regionalliga-SaisonDoch der Weg zu diesem Ziel war deutlich schwerer als erwartet, fielen der Mannschaft doch zum Saisonstart gleich fünf Spieler verletzungsbedingt bzw. aufgrund beruflicher Verpflichtungen kurzfristig aus. So musste ein dezimierter Kader von nur sechs Spielern zweimal in nur vier Tagen antreten – und zeigte vielleicht gerade deshalb eine große, kämpferische Leistung. Matthias Schramm, Andrew Lux, Vincent Wollweber, Martin Michalek und die Neuzugänge Marcel Grote und Bastian Glimpel, strapazierten beim Aufsteiger TC Weiden gleich einmal die Nerven der zahlreichen blau-weißen Zuschauer, die an Fronleichnam nach Köln gekommen waren. Beim 3-3 Zwischenstand nach den Einzeln gerieten zwei Doppel zunächst in Satzrückstand, bevor man jeweils den man den Champions Tie-Break für sich entscheiden und das Endergebnis von 6-3 sicherstellen konnte. Beim ersten Heimspiel in der Beek drei Tage später reiste der Gast vom TC Union Münster mit einem hochkarätigen Team an. Doch mit der Unterstützung von Coach Christoph Werschkull auf der Bank und knapp 100 Zuschauern am Rand, die unter Einhaltung der Hygieneauflagen und Abstandsregeln auf der Anlage den Blau-Weissen den Rücken stärken durften, wuchsen alle Spieler über sich hinaus und konnten erneut ein 6-3 einfahren. Dass vier der sechs Matchpunkte im Champions Tie-Break gewonnen wurden zeigt, dass dabei vor allem die starken Nerven der Elberfelder entschieden. Bemerkenswert: Martin Michalek wehrte zwei Matchbälle ab bevor er seinen insgesamt fünften zum 17-15 im dritten Satz verwandeln konnte. 
Somit geht die Mannschaft mit weißer Weste in die lange Sommerpause, in der man zumindest weiter vom Aufstieg in die Bundesliga träumen darf. Am 15.08. beim TC Eintracht Dortmund und am 22.08. beim Heimspiel gegen den TuS St. Hubert trifft man jedoch auf die Ligafavoriten und muss sich auf schwierige Aufgaben einstellen.
Jan Biere